Wir sind ein loser Zusammenschluss von Menschen, die sich seit langem mit Anagrammen und anderen Sprachspielen beschäftigen. Unser Hintergrund ist sowohl die bildende Kunst wie die Literatur. Die Anagramm-Agentur entführt Menschen in eine hintersinnige Wortwelt und animiert sie zum eigenen Sprachspiel.


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Anagramme haben ein subversives Potenzial. Das lateinische «subvertere» bedeutet «umstürzen», wörtlich übersetzt aber «von unten umwenden». Auch das Anagramm wendet eine Wortfolge um, arbeitet spielerisch mit Buchstaben, verändert subversiv die scheinbar eindeutige Bedeutung eines Wortes oder Satzes und entlarvt mitunter seinen verborgenen inneren Sinn. Im anagrammierten U-Bahnplan von Berlin werden die Stationsnamen zum wenig erbaulichen semantischen Untergrund der Historie. Aus Charlottenburg etwa wird Burg Rattenloch. Etienne Klein und Jacques Perry-Salkow bringen in ihren französischen Anagrammen die Dinge auf den Punkt. Aus Le marquis de Sade wird démasqua le désir. Mit diesem ernst-heiteren Spiel der Letterkehr oder Letterwechsels, wie es der Barock nannte, gibt sich auch die Anagramm-Agentur ab.


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